Adolf Burger wurde am 12. August 1917 in Großlomnitz, heute Veľká Lomnica, einem kleinem Bergdorf am Fuße der Hohen Tatra geboren.

In dieser Gegend lebten seit Jahrhunderten mehrere Nationen friedlich zusammen.

Doch als die Tschechoslowakei nach dem 1. Weltkrieg unabhängig wird, ergreifen die Nationalsozialisten die Macht über die Slowakei. Dies war die Zeit (1938), in der sich das Leben des Buchdruckers Adolf Burger stark verändern sollte. Adolf Burger arbeitete 3 Jahre für die Kommunistische Partei und später tauchte er in den Untergrund ab. Von nun an hieß es Taufscheine zu fälschen. So rettete er 100 jüdischen Menschen das Leben, denn wer vor 1938 getauft wurde, musste keinen Judenstern tragen. Für ihn war diese Zeit nicht nur eine schlimme, sondern auch eine romantische. Zu dieser Zeit lebte er glücklich mit seiner Frau Gisela zusammen.

Einen Tag vor seinem 25. Geburtstag, am 11.8.1942, wurde er verhaftet. Am 19. September 1942 wird er nach Auschwitz deportiert, bekommt dort die Haare geschoren und die Häftlingsnummer 64410 auf den linken Unterarm tätowiert.

Kurz zuvor, auf der Rampe von Auschwitz, verlor er seine Frau aus den Augen. Hier dachte er noch, dass denjenigen, die auf der linken Seite standen geholfen wird, denn weiter hinten stand ein Wagen vom Roten Kreuz. Doch einige Minuten später sah er einen SS-Mann aus dem Wagen kommen mit, wie er später erfuhr, einer Büchse Zyklon B. In Auschwitz arbeitete er an der Rampe bei der Koffersortierung. Ein Job, der ihm das Leben schenkte. Hier gab es heimlich etwas zu Essen (aus den Koffern). Hier bei der Rampe arbeiteten auch Frauen. Eine von ihnen war eine ehemalige Nachbarin. Sie erzählte Adolf Burger, dass seine Frau als Leichenträgerin arbeitete und nach wenigen Wochen, mit 22 Jahren, vergast wurde. Auch wenn es ihm schwerfiel arbeitete er weiter, nicht mehr an der Rampe, sondern bei IG-Farben. Wer hier arbeitete, hatte nicht lange zu leben, denn die Überlebensdauer betrug nur 6 Wochen. Man bekam für 8 Stunden harte Arbeit 6 Mark und ein bisschen Suppe für 60 Pfennig.

Adolf Burger überlebte auch diese Arbeit. An ihm wurde, wie an vielen anderen auch, Typhus getestet. Er kam auf die Krankenstation. Vor der Selektierung wurde er versteckt und nur dadurch konnte er überleben. Nachdem er wieder gesund war, wurde er nicht als Nummer 64410, sondern als Adolf Burger nach Berlin gebracht, so dachte er es jedenfalls. In Wirklichkeit kam er in das KZ Sachsenhausen. Hier benötigte man ihn als Geldfälscher. Als Sachsenhausen befreit wurde, ging er ins nächste Dorf, holte sich von einer Familie eine Kamera und ging wieder zurück ins KZ. Dort machte er Fotos und schrieb sein erstes Buch.

Heute gibt er Zeitzeugengespräche in Schulen und ließ sein Leben verfilmen. „Der Fälscher“ erscheint am 15.3.2007 in den Kinos.