Walter Reissner

Walter Reissner- Selbstporträt
Walter Reissner- Selbstporträt

Sein Leben

 

 

Unsere Ergebnisse, die von Dorette Scheafer(Großnichte von Herrn Reissner)und dem Herrn Hoffmann:

 

Walter Reissner wurde am 8.2. 1879 in Berlin geboren. Die Eltern von Walter hiessen Max Marcus Reissner und Dorette Reissner, geb.
Rosenberg. Ihr Grab ist auf dem Berliner Friedhof Weissensee. Sie zogen
sieben Soehne auf .

 

Walter Reissner verlor im I Weltkrieg ein Bein und trug daraufhin eine Prothese. Er war Maler und Bildhauer.

1922 zog er zur Familie Herz in den Eichehofweg 9 in Mahlsdorf. Zu Kriegsbeginn hatte er zu seiner Nachbarin gesagt, er sei stolz Deutscher zu sein, obwohl er da schon den Judenstern auf der Brust hatte. Im Frühjahr 1943, beim Mittagessen, wurde er von der Gestapo überrascht und musste sofort mitkommen. Er rief seine Nachbarin, gab ihr den Schlüssel und sagte ihr, dass er gleich wiederkäme. Doch er kam nie wieder zurück! Er wurde am 4.3.1943 mit dem 34. Transport nach Auschwitz deportiert und ist nach letzten Angaben verschollen. Auf Grund seiner Behinderung können wir heute davon ausgehen, dass er sofort ermordet wurde.


Walter Reissner ist in einer wohlhabenden Familie aufgewachsen.  Seine Eltern waren Miteigentuemer einer Tuchfabrik in Guben, die später von seinem Bruder William geleitet wurde.  Die Kinder wurden hauptsächlich in Berlin groß, aber die Familie hatte auch eine Wohnung in der Dienstvilla in Guben.  In Berlin lebten sie in einer klassizistischen Villa am Kuerfuerstendamm, welche die Eltern spaeter verkauften, als sie in den Kaiserdamm umzogen.  Ihre fruehere Villa wurde gelegentlich in das Cafe Wien ummodelliert, wo die Brueder mit ihren Familien dann noch gerne ab und zu zusammentrafen.

 


Eugen (1869), der Aelteste stammte aus der ersten Ehe mit Amalie Frank. Diese starb leider bei der Geburt des Kindes. Es folgten dann Jakob Johannes (1874),
William (1875), Erich (1876), Walter (1879), Martin (1880), und Harry
(1882).
Erich starb schon 1890 und Martin 1916; Harry starb 1939 in Rio de Janeiro.
Jakob Johannes (Hans) hatte 4 Kinder, wanderte in die USA aus und verstarb
in Oregon 1967.
William hatte auch 4 Kinder, ueberlebte die Nazizeit und verstarb im August '46 in Frankfurt am Main.
Walter Reissners Ehefrau hieß Toni und lebte von ca. 1884 bis 1933/34. Toni ist in Berlin gestorben.

Das Werk seines Bruders Jakob Johannes (Hans) Reissner ist z.T. kuerzlich in einem Buch von Rüdiger Haude erschienen, betitelt \"Grenzflüge - Politische Symbolik der Luftfahrt vor dem 1. WK - Das Beispiel Aachen\".

 

 nach der Verlegung legte Dorette Schaefer eine Website an:

 

http://reissner-guben.org/wr_stone/index.html

 

ein Bild von ihm
ein Bild von ihm

http://reissner-guben.org/wr_stone/index.html